29. Oktober 2020

Aktionstag am 22.06. und die anschließende Mitgliederversammlung

Lieber Kollege/in …
 
rückblickend auf unseren Aktionstag am 22.6. möchten wir dir gerne eine Zusammenfassung geben.
 
So war der Besuch des Bundesvorstandsmitglieds Andreas Scheidt mit den hessischen ver.di-Gewerkschaftssekretären des Fachbereichs Ver- und Entsorgung Müllheizkraftwerks aus unserer Sicht ein voller Erfolg. Bei der Führung durch das MHKW durch den Betriebsleiter Herrn Mielke, konnten wir auch kurz mit den Beschäftigten dort sprechen und sie über die Themen ‚Gute Arbeit‘ und ‚Tarifverträge‘ informieren, was von den dortigen Kolleginnen und Kollegen positiv aufgenommen wurde.
 
Das anschließende kurze Treffen mit dem Oberbürgermeister von Darmstadt und Aufsichtsratsvorsitzenden der HSE AG Jochen Partsch und unserm  Bundesfachbereichsleiter Andreas Scheidt diente nicht nur einem ersten Kennenlernen, sondern wir konnten dabei auch kurz die ver.di Positionen zur Energiewende und dem Organisationskonflikt mit der IG-Metall darlegen. Von unserer Seite waren noch der Landesfachbereichsleiter Ralf Stamm und der zuständige Betreuungssekretär und Aufsichtsratsmitglied bei der HSE Manfred Angerer anwesend.
 
Bei der für alle Beschäftigten ‚offenen‘ Mitgliederversammlung wurde dieselben Themen erneut angesprochen. Ein genauerer Bericht dazu findet sich auf der Internetseite (http://vertrauensleute-hse.info) der ver.di-Vertrauensleute.

Zu unserem Bedauern waren bei der dieser Versammlung nur wenige Kolleginnen und Kollegen anwesend. Dass dies an mangelndem Interesse von seitens der Kolleginnen und Kollegen lag, können wir uns nicht wirklich vorstellen. Denn dazu werden den ver.di-Vertrauensleuten und uns von Seiten der Beschäftigten zu oft zu viele Fragen gestellt und verschiedene Problematiken vor Ort aus dem Tätigkeitsumfeld jedes Einzelnen herangetragen.

Ebenso wenig kann es eigentlich an den angesprochenen Themen gelegen haben. Schließlich ist jeder einzelne Beschäftigte in der Energiewirtschaft von den anstehenden Politischen Entscheidungen betroffen. Hat doch gerade die letzte Vergangenheit gezeigt, wie sehr diese auf Unternehmen wie die HSE auch negativen Einfluss nehmen können (Stichwörter: Irsching, GKW und auch die daraus entstandene Schieflage der HSE, welche uns die ‚Vorwärtsstrategie‘ beschert hat).

Auch das Thema ‚Gewerkschaftliche Organisationsstrukturen bei der HSE‘ sollte doch eigentlich alle Beschäftigten interessieren, nicht nur die Kolleginnen und Kollegen der e-Netz, wo wir von ver.di zurzeit den Organisationskonflikt mit der IG-Metall haben. Netzgesellschaften wie die e-netz Südhessen gehören nun mal in einen leitungsgebundenen Tarifvertrag wie den AVE und nicht in einen Handwerkstarifvertrag wie den Hessischen Heizungsbau. Nicht nur die damit entstandene Zwei-Klassen-Beschäftigung ist für uns nicht akzeptabel. Dies ist nicht nur für die betroffenen Kolleginnen und Kollegen ungerecht und führt zu Nachteilen, sondern dient durchaus als ‚Negativ-Beispiel‘ in der ganzen Energie-Branche. Wir wollen diese Ungerechtigkeit gegenüber den anderen Beschäftigten im Konzern, aber auch gegenüber anderen Beschäftigten in Netzgesellschaften beenden.

Doch dies alles geht nicht ohne euch. Eine starke Interessensvertretung funktioniert nur, wenn die Beschäftigten hinter ihr steht. Eine gut besuchte Mitgliederversammlung wäre auch ein Zeichen gegenüber dem Vorstand gewesen, dass ihr ebenfalls hinter diesen Zielen steht. Doch eine verpasste Gelegenheit ist auch kein aus für weitere Gelegenheiten, die Meinung kund zu tun. Gelegenheit dazu gibt es auch im neu eingerichteten Blog der ver.di-Vertrauensleute. Hier kann jeder auch ‚anonym‘ seine Ansicht kund tun. Teilt uns eure Ansichten und Wünsche mit. Natürlich nehmen wir gerne auch konstruktive Kritik und hilfreiche Anregungen entgegen.

Mit kollegialen Grüßen
Manfred Angerer

Fotos: ver.di Fototeam (Ralf Dindorf)

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