29. Oktober 2020

Anteilseigner setzen auf der Hauptversammlung der HSE AG das falsche Signal!

Anteilseigner setzen auf der Hauptversammlung der HSE AG das falsche Signal!
 
Auf der Jahreshauptversammlung der HSE AG beschließen die Anteilseigner mit großer Mehrheit eine Ausschüttung gegen die Empfehlung des Aufsichtsrats.
 
Die Anteilseigner, insbesondere der Hauptanteilseigner die HEAG-Holding im Namen der Stadt Darmstadt setzten sich auf der Jahreshauptversammlung der Aktionäre über die Empfehlung des Aufsichtsrats hinweg und folgten dem Vorschlag des Vorstands eine Ausschüttung in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro. Dies ist zwar für den HSE-Konzern keine allzu hohe Dividendenausschüttung, setzt aber ein völlig falsches Signal. Hier kann auch ein in der Bilanz ausgewiesener Gewinn der HSE AG nichts daran ändern, wenn man weiß, dass der HSE-Konzern im vergangen Jahr einen Verlust gemacht hat. 
 
Gerade vor dem Hintergrund , dass die Beschäftigten des Konzerns im vergangenen Jahr Gehaltseinbußen von 1,2 Monatsgehältern hinnehmen mussten, zeigt so ein Vorgehen nicht gerade eine Wertschätzung der täglich erbrachten Leistungen der Arbeitnehmer. Dies gilt insbesondere im Zusammenhang der Vorwärtsstrategie, welche den HSE-Konzern wieder auf Vordermann bringen soll.
 
Wir von ver.di verurteilen dieses Vorgehen der Mehrheit der Anteilseigner aufs Schärfste, wurde doch im letzten Jahr im Rahmen der Sanierungstarifverhandlungen (Ergänzungstarifvertrag zum AVE) vom Vorstand zugesagt, dass es keinerlei Ausschüttungen aus der Substanz geben wird. Wenn es jedoch einen ausgewiesenen Verlust gibt, kann eine Ausschüttung nur aus der Substanz erfolgen.
Deshalb wird ver.di die rechtlichen Auswirkungen auf den erst Ende letzten Jahres abgeschlossenen Ergänzungstarifvertrags, aber auch die damit zusammenhängenden Beschäftigungsverhältnisse der HSE genau prüfen und ggf. entsprechende Konsequenzen ziehen.
 
Manfred Angerer
Gewerkschaftssekretär

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