28. September 2021

Ausschüttung an die Aktionäre, Mitarbeiter gehen leer aus!

Besteht Wertschätzung für das, zum großen Teil von den Kolleginnen und Kollegen des ENTEGA-Konzerns erarbeiteten Ergebnisses mit einem Gewinn von 28,3 Millionen nur, in dem man den Beschäftigten eine kleine Aufmerksamkeit in Form eines Sommerpaketes versendet? Die Anteilseigner werden mit der gleichen Summe wie im Vorjahr bedient, nämlich 21,4 Millionen Euro und die Beschäftigten stehen mit leeren Händen da.

Die Anfangs über den Ergänzungstarifvertrag geregelte Mitarbeiterbeteiligung von 2015 bis 2018 mit einer Nachwirkung von 2019 bis 2020 ist erst einmal offiziell ausgelaufen. In den Jahren 2016 bis 2018 wurde der von der Gewerkschaft verhandelte Betrag von Arbeitgeberseite aus immer freiwillig verdoppelt, in den Folgejahren 2019 bis 2020 wurde gemäß der mit der Gewerkschaft ver.di verhandeltem Ergänzungstarifvertrag ausgezahlt (Nachwirkung). In den Verhandlungen 2019 mit dem Arbeitgeber konnten sich beide Verhandlungspartner nicht auf ein, für beide Seiten tragfähiges Angebot verständigen. Es herrschte hier schon bei der internen Tarifkommission großes Unverständnis über das damalige Angebot des Arbeitgebers, das hier schon deutlich niedriger ausfiel, als im Ergänzungstarifvertrag verhandeltet!

Zur Erinnerung unser damaliges Flugblatt:

Keine Seite hat übrigens offiziell das Scheitern der Verhandlungen verkündet! Wir sind weiterhin bereit, eine Lösung für die Kolleginnen und Kollegen zu finden, aber was machte die Arbeitgeberseite? Sie schob die Verantwortung für das Nichteinigen in 2019, der Gewerkschaft (internen Tarifkommission) und erstaunlicherweise den Betriebsräten in die Schuhe. Was haben die Betriebsräte damit zu tun? Nichts!

Ein Spiel, das leider immer in diesen Situationen gespielt wird, man versucht die Gremien zu spalten und einen Keil zwischen die Beschäftigten und die Gremien zu treiben! Und was passierte danach? Danach hat die Arbeitgeberseite das Thema ausgesessen. Es ist ein Armutszeugnis, wenn für die Anteilseigner Ausschüttungen vorgenommen werden und die Mitarbeiter nicht einmal auf freiwilliger Basis vom Arbeitgeber einen angemessenen Anteil abbekommen!

Wer trägt denn hauptsächlich zu den guten Ergebnissen, trotz Corona Krise bei? Die Kolleginnen und Kollegen im Konzern tun dies. Da hilft es auch nicht in jeder Mitarbeiterversammlung den Beschäftigten für ihre Unterstützung und Einsatz zu danken. Klar, es ist schön Anerkennung mit Worten zu erfahren, aber die Mitarbeiter gehen Arbeiten und leisten außergewöhnliches um am Erfolg entsprechend, angemessen finanziell beteiligt zu werden.

Wir erwarten, dass der Arbeitgeber an den Verhandlungstisch zurückkehrt, um eine tragbare und angemessene Lösung für beide Seiten zu finden.


Unterstützt uns: Die praktische Erfahrung einer langjährigen Gewerkschaftsarbeit zeigt, je mehr Mitglieder eine Gewerkschaft hat, desto einflussreicher ist sie, desto mehr kann sie durchsetzen. Dies gilt im einzelnen Betrieb, in Tarifrunden und in der Gesellschaftspolitik. 

Das ist übrigens Mitbestimmung im Betrieb, die Zerschlagung und Zersplitterung von Betriebsräten, hat damit wenig zu tun!

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