22. Oktober 2020

Lohnentwicklung: Schlusslicht Energiewirtschaft

Die Energiewirtschaft ist derzeit in Deutschland die Branche mit den niedrigsten Lohnsteigerungen.

Mit einem Plus von 2,3 Prozent stehen die Energieunternehmen in diesem Jahr am unteren Ende, Spitzenreiter mit je 2,8 Prozent sind die Automobil-, Chemie- sowie die Pharma- und Gesundheitsindustrie. Das geht aus einer Erhebung des Personalberatungsunternehmens Korn Ferry Hay Group hervor.

Der Durchschnittswert betrug 2,5 Prozent. Aufgrund der Inflationsrate von 0,3 Prozent verbuchen die Mitarbeiter in der Energiewirtschaft in diesem Jahr ein reales Gehaltsplus von 2,0 Prozent. Im nächstengehen die Lohnsteigerungen weiter zurück, so die Prognose der Personalberater. Die Lohnsteigerunge dürfte mit 2,0 Prozent nochmals niedriger ausfallen, die Inflation mit 1,5 Prozent aber deutlich höher!

Somit würde real nur 0,5 Prozent mehr Geld übrig bleiben. Die Korn Ferry Hay Group untersucht seit 1970 jährlich unter anderem die Löhne und Gehälter in Deutschland. Basis der Untersuchung ist die Gehaltsdatenbank Paynet, die Daten von mehr als 20 Mio. Arbeitnehmern in 25.000 Unternehmen weltweit enthält. Verglichen wurden auch die Reallöhne nach dem Beginn der Wirtschafts- und Finanzkrise im Jahr 2008. Hier landet Deutschland mit einem realen Zuwachs von fünf Prozent auf Platz 4. Nur Kanada (7,2%), Australien (5,9%) und Frankreich (5,2%) liegen davor. Das reale Gehaltsniveau in den USA dagegen ist um 3,1 Prozent gesunken – bei einem BIP-Wachstum von 10,2 Prozent.

(Quelle: energate)

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