28. Oktober 2020

Tarifeinheitsgesetz und seine Auswirkungen.

Das am 10. Juli 2015 im Bundestag beschlossene Tarifeinheitsgesetz hat für unseren ENTEGA-Konzern keine Auswirkung. Warum?

Das Tarifeinheitsgesetz sagt grundsätzlich erst einmal aus, dass in einem Betrieb (die organisatorische Einheit ist der Betrieb) nur ein Tarifvertrag anzuwenden ist! Es ist schlicht weg eine Kollisionsregel für den Fall der Tarifkonkurrenz in einem Arbeitsverhältnis oder im Falle der Tarifpluralität im Betrieb. Was heist das? Wird ein Arbeitsverhälnis von meheren Tarifverträgen erfasst spricht man vonTarifkonkurenz! Dies ist bei keinem einzigen Tochterunternehmen des ENTEGA-Konzerns der Fall. In jedem Tochterunternehmen des ENTEGA-Konzerns gilt nur der Tarifvertrag, der jeweiligen Spartengewerkschaft (ver.di oder IG-Metall). Kritisch sehen muss man die Tatsache, die entscheidende wirtschaftliche Größe ist der eigentlich der Konzern, in deren Betrieben es unterschiedliche Mehrheiten der Gewerkschaftsmitglider gibt, hierdurch wird eine unternehmenseinheitliche Tarif- und Personalpolitik deutlich erschwert. In Konzernen wird es deshalb nicht zu einer einheitlichen Tarifanwendung kommen.

Mit einer immer wieder unrichtigen Behauptung muss hier auch einmal aufgeräumt werden, alle ver.di Mitglieder bei der e-netz Südhessen GmbH & Co.KG erhalten im Falle eines Streiks, Streikgeld!

Voraussetzung ist, dass der geplante Streik seitens der IGM rechtzeitig an die ver.di kommuniziert wird. Ver.di benötigt ein paar Tage Vorlaufzeit um das Streikgeld in der Gewerkschaftszentrale in Berlin anzufordern.

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